Die Hamburger Kunsthalle lädt Kunstinteressierte dazu ein, die Kunst des 20. Jahrhunderts neu zu entdecken. Mit der Ausstellung „This is the Modern World. Durchbrüche in der Kunst 1900–1960“ präsentiert das Museum eine grundlegende Neuhängung seiner Sammlung Moderne. Die Schau bricht mit traditionellen Sehgewohnheiten und bietet einen frischen, thematisch orientierten Blick auf eine Epoche, die von radikalen gesellschaftlichen und künstlerischen Umbrüchen geprägt war.
Was sich ändert: Ein neuer kuratorischer Ansatz
Anstatt die Werke rein chronologisch zu ordnen, haben die Kuratoren Toby Kamps und Angelina Isaak die Sammlung in zehn neu gestalteten Räumen thematisch gruppiert. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Kunstwerke in einen breiteren Kontext zu setzen, der weit über rein europäische Perspektiven hinausgeht. Die Ausstellung beleuchtet, wie Technik, Wissenschaft und gesellschaftliche Veränderungen – bis hin zu den dunklen Kapiteln der NS-Ideologie – die künstlerische Produktion beeinflussten.

Besucher können über 150 ausgewählte Werke erkunden, darunter Gemälde, Skulpturen und Grafiken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Vielgestaltigkeit der Moderne: Von den Anfängen des Expressionismus (Brücke, Der Blaue Reiter) über die Abstraktion der Zwischenkriegszeit bis hin zum Surrealismus und dem Informel der Nachkriegszeit wird ein breites Spektrum abgedeckt.

Highlights der Neukonzeption
Die Ausstellung setzt gezielte Akzente durch die Gegenüberstellung bedeutender Künstlerpersönlichkeiten und die Integration regionaler Bezüge:

- Leitfiguren: Max Beckmann und Anita Rée stehen im Zentrum der Schau. Rund 20 Werke der beiden Zeitgenossen treten in einen direkten Dialog, der ihre künstlerische Entwicklung verdeutlicht.
- Neuzugänge: Ein besonderes Highlight ist das 2025 erworbene Schlüsselwerk „Le palais de rideaux“ (1928) von René Magritte, das erstmals in diesem Kontext präsentiert wird.
- Regionale Perspektive: Eine eigens eingerichtete Galerie für Hamburger Künstler ergänzt die internationale Auswahl und integriert lokale Stadt- und Hafenansichten in den musealen Rundgang.
- Einblicke in den Arbeitsprozess: Wechselnde Präsentationen von Zeichnungen und Drucken aus dem Kupferstichkabinett bieten zudem vertiefende Einblicke in die Arbeitsweisen der Künstler.
Praktische Informationen für Ihren Besuch
Die Ausstellung ist ab sofort für Besucher geöffnet. Da es sich um eine dauerhafte Neukonzeption der Sammlung handelt, ist sie fester Bestandteil des Museumsbesuchs in der Hamburger Kunsthalle.
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Ort | Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg |
| Umfang | Über 150 Werke in 10 neu gestalteten Räumen |
| Schwerpunkte | Expressionismus, Surrealismus, Neue Sachlichkeit |
| Besonderheit | Fokus auf Max Beckmann, Anita Rée und René Magritte |
Für tagesaktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen oder etwaigen notwendigen Vorab-Buchungen besuchen Sie bitte das offizielle Portal der Hamburger Kunsthalle unter hamburger-kunsthalle.de. Dort finden Sie auch weiterführende Hinweise zu barrierefreien Zugängen oder spezifischen Führungsangeboten, sofern diese für den Besuch relevant sind.
Quelle: Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Redaktionelle Prüfung
Die Informationen basieren auf der offiziellen Ausstellungsankündigung der Hamburger Kunsthalle.
- Abgleich mit den offiziellen Ausstellungsdaten der Kunsthalle
- Verifizierung der kuratorischen Leitung
- Bestätigung der genannten Werkhighlights
- Quelle
- Hamburger Kunsthalle
- Umfang
- Hamburg
- Aktualisiert
- 2026-09-11 08:17
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